Ich möchte an dieser Stelle mal ein kurzes Resümee bezüglich meines Hanfkonsums ziehen sowie eine Frage in den Raum stellen, die ich mich seit geraumer Zeit stelle.

Zuerst zu meinem Konsummuster:

Seitdem ich Ende 2013 durch meinen Grow ungefähr 40-50 Gramm Marihuana zur Verfügung hatte und so zum ersten Mal richtig kiffen konnte, hatte sich mein Konsum stark gesteigert. Nach kurzer Zeit hatte ich eine Lösung gefunden, größere Mengen (für einen Einzelkonsumenten) über die Grenze zu beschaffen und versorgte meine Bekannten non-Profit mit gutem Zeug. Durch die große Entfernung zur Grenze war ich gezwungen, Mengen zwischen sieben und 20 Gramm für mich allein zu besorgen, die natürlich nicht länger als ein, zwei Monate hielten, was ungefähr dem Turnus entsprach, in dem ich dorthin fuhr. Ich hatte immer was da und rauchte gern und rauchte viel. Teilweise wochenlang jeden Tag, dann mal ein paar Wochen nur am Wochenende, in der Regel von Donnerstag bis Samstag abends halt. Ich hatte immer Spaß, aber habe von meinem Nebenjob-Gehalt (bin ja hauptamtlich Schüler) kaum einen Cent übrig gehabt, da ich so viel für das Zeug verprasst habe. Wenn ich kein Zeug hatte, hatte ich nicht wirklich das Verlangen, unbedingt etwas zu konsumieren; ich habe mich nur zu Tode gelangweilt und wusste beim besten Willen keine gescheite Beschäftigung. Ich hatte sehr viele sehr schöne Erlebnisse mit dem Zeug, gerade als meine erste Freundin kam…
Die nächste Freundin fand den Konsum nicht so prickelnd, so dass ich gezwungen war, allein und daheim zu konsumieren. Als sie mich verließ nach kürzester Zeit, war ich so niedergeschlagen, dass ich auf Gras regelrechte Anfälle der Trauer bekam, so dass ich den Konsum für einen Monat unterließ und als ich drüber hinweg war, wieder zur (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) griff. Seit einigen Wochen wurde das Thema Führerschein immer konkreter, den ich inzwischen mein Eigen nenne, so dass ich aus Angst vor der deutschen Justiz den Konsum auf ein bis zweimal die Woche einschränkte und damit keinerlei Probleme habe. Ich konsumiere nur, wenn etwas da ist, sonst unterlasse ich es. Mir fällt nach wie vor kaum ein erfülltes Leben ohne Gras ein, da ich die Kultur drumherum genauso schätze, wie den Konsum mit Freunden und Alkohol für mich aus Gründen der Überzeugung keinesfalls in Frage kommt. Am liebsten konsumiere ich mit Freunden am Wochenende, wenn "gutes" Essen (geschmacklich, nicht ernährungswissenschaftlich gesehen :D) und was gescheites zu saufen (O-Saft, Punica, etc.) vorhanden ist und lehne mich dann zurück. Was ich aber allein großartig tun soll, weiß ich immernoch nicht…

Gestern Abend habe ich allein konsumiert und empfand einfach kaum Freude mehr am Konsum. Es ist so etwas selbstverständliches, klar, es ist witzig und macht Spaß, aber es fehlt der richtige Genuss. Ich kann mir einfach keinen Reim darauf machen, dass so viele (auch hier, denke ich mal) den ganzen Tag buffen bzw. jeden Tag mehrere Gramm rauchen und den Konsum noch feiern. Wie schaut das bei euch aus, ihr Dauerkonsumenten? Ich habe morgen ein Treffen mit einer Art Affäre denke ich mal und habe gleich mal den Konsum geklärt; bin mal gespannt, ob das mir etwas Freude verschafft :mrgreen:

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