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Hanf als Arznei wirkt, sein Anbau ist in Deutschland aber verboten. Jürgen Scholz und fünf Anwälte, Mediziner und Geschäftsleute wollen das ändern. Notfalls vor Gericht.


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Rainer Schmidt führt auf Zeit Online ein Interview mit dem Rechtsanwalt Jürgen Scholz, der mit einer kleinen Investoren- und Experten Gruppe einen Antrag auf Ausnahmeregelung vom BtmG stellen möchte, um Medizinalhanf auf einer kürzlich erworbenen Fläche von 50.000 m² in der Nähe von Hannover anzubauen. Dabei bringt er Beispiele wie einen 70-jährigen Alzheimer Patienten, der wohl kaum seinen Hanf selbst anbauen kann, an. Auch gefiehl mir

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Das ist eine regelrechte Perversion. Auf den Automarkt übertragen würde das bedeuten: Sie dürfen sich Ihr Auto selbst bauen, aber nicht beim erfahrenen Händler kaufen. Oder sie dürfen es beim erfahrenen Händler erwerben, aber nur wenn der im Ausland sitzt. Ich halte diese Regelung für europarechtlich nicht haltbar. Das widerspricht dem Grundsatz der Gleichbehandlung, die zu einer verbotenen Inländerdiskriminierung führt. Das muss eigentlich dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt werden, aber das kann ein langer Weg werden.


Es ist auf jeden Fall durchsetzt mit vielen Ansichten auf unser Thema. Es ist auf jeden Fall lesenswert. Er will wohl über alle Instanzen gehen und klagen. Klingt nach einem Plan. CDUler hat er sich auch schon ins Boot geholt, weil Konservative überzeugender seien als die üblichen Verdächtigen wie er sagt. Ein Schwenk auf uns, brachte der Interviewer auch noch ein.

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ZEIT ONLINE: Haben Sie auch einen Anbauexperten in Ihren Reihen?

Scholz: Nein. Wir brauchen externes Know-how. Entweder das Wissen der Pharmaindustrie, wir haben da schon ein kleines Unternehmen im Auge, das sehr aktiv ist im Pflanzensektor, oder Experten des legalen Anbaus aus dem Ausland. Wir sind deswegen mit Aktivisten und Geschäftsleuten in Denver und in Israel in Kontakt.

ZEIT ONLINE: In Deutschland gibt es viele Experten, allerdings aus dem illegalen Anbau. Haben Sie Berührungsängste?

Scholz: Nein, warum auch? Für mich persönlich sind das keine Kriminellen. Wir haben nur derzeit keinen solchen Kontakt.


Vielen Dank an Rainer Schmidt für das Interview.

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