… so … das passt hier ebenso gut oder schlecht rein, wie in die ein oder andere Rubrik, ich setze es aber mal hier rein, sollte das als deplaziert empfunden werden, bitte verschieben!

Ich brauche zu diesem Thema eigentlich keine Hilfe aber angesichts der ein oder anderen hier geführten Diskussion, in der ich mich ja zum Unbill vieler user als relativ konservativ bei dem Thema "Lebensalter & Kiffen" geoutet habe, denke ich, dass es vielleicht ein Thema ist, dass den ein oder anderen Vater (oder Mutter) selber noch einholen wird … und vielleicht ist es ja ganz sinnvoll, mal die Meinung anderer dazu zu hören/lesen …?!!

Ich breite mein Privatleben eigentlich nur ungern vor weitestgehend "Fremden" aus aber zum besseren Verständnis muss ich ein bissel ausholen, um die Situation zu erklären:

Ich sage immer scherzhaft, "ich habe zwei Kinder von drei Müttern" … das bedeutet, ich bin Vater von zwei Töchtern – 23 und 12,5 Jahre alt – da es mit den Müttern aber, vorsichtig ausgedrückt, "überschaubar" funktioniert hat und ich dazu neige, mich nur über einen begrenzten Zeitraum quälen zu lassen (oder mich selber zu quälen), habe ich die Beziehungen entsprechend aufgegeben, daher leben meine Kinder nicht bei mir – auch wenn ich das schon gerne so hätte – … der deutsche Gesetzgeber behandelt leider jedoch nichtverheiratete Väter mit einer extrem großen Ignoranz und stellt diese – auch nach dem, durch einen deutschen, nicht-verheirateten Vater erstrittenen Brüsseler Urteil – weitestgehend "rechtsfrei". Besonders die Situation um meine kleine Tochter – die 200 km entfernt wohnt und daher leider nur am Wochenende bei mir ist und selbst das Recht musste ich mir vor Gericht erstreiten – ist schwierig, da mit der Kindesmutter nach der Trennung eine vernünftige Kommunikation nahezu unmöglich ist, weshalb ich für jede Kleinigkeit das Familiengericht bemühen muss. Vergangene Woche hat mich meine Tochter angerufen und darum gebeten, die Osterferien bei mir verbringen zu dürfen, da sie "Abstand von zuhause brauche" … das passiert in den vergangenen Jahren immer häufiger, weshalb der zuständige Richter bei meiner letzten Sitzung beim Familiengericht und nach Anhörung meiner Tochter entschieden hat, dass mein Kind ab sofort selber entscheiden darf, wann es zu mir kommt … seitdem habe ich die Kurze jedes WE bei mir. Ich habe sie also Donnerstag abend abgeholt … und gestern war sie dann "geständig", … dass irgendwas "im Busch" ist, war mir klar, ich neige jedoch dazu, meinen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich mir anzuvertrauen, wenn sie den Zeitpunkt dafür für geeignet halten.

Folgende Situation:
Einer der etwas "älteren Freunde" (Anm. d.Redaktion: 14 Jahre alt) an der Schule meiner Tochter hat seinem großen Bruder einen (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) gemopst und ist auf die großartige Idee gekommen, damit ordentlich auf die Brause zu hauen und diesen in der großen Pause mit den Freunden zu teilen und zu konsumieren. … meine Tochter ist sehr empfänglich für Gruppendynamiken … und hat entsprechend "auch ein- oder zweimal dran gezogen" … soweit hätte das alles noch nicht zum Drama mutieren müssen, WENN … ja wenn dann eben nicht der Initiator die Augen verdreht hätte, sich von oben bis unten vollgekotzt hätte, bewusstlos umgekippt wäre … und mit dem Krankenwagen abtransportiert worden wäre! … der junge Mann hat selbstverständlich, nach Wiedererlangen des Bewusstseins im Krankenhaus, "gesungen" wie ein Kanarienvogel am ersten sonnigen Frühlingstag … und mal flott alle, außer dem Papst und Mutter Theresa, denunziert … und somit hat meine Tochter nun einen angedrohten Schulverweis, den sie nur verhindern kann, indem sie und die 6 anderen "Täter" an einer Drogenberatung teilnehmen und beim schulpsychologischen Dienst vorstellig werden.
Das ganze ist Ende Februar geschehen und hat meiner Tochter von Seiten der Mutter zudem noch einen "Hausarrest bis zum Beginn der Sommerferien" eingebracht … was wiederum den Wunsch meines Kindes, die Ferien bei mir zu verbringen, erklärt … ich arbeite nur in äußersten Notfällen mit der Erziehungsmaßnahme "Hausarrest", weil mir Gespräche sinnvoller erscheinen, da ich glaube, dass "Freiheitsentzug" kurzfristig sinnvoll als Denkzettel wirken mag aber in dieser Ausdehnung eher kontraproduktiv erscheint und dazu neigt, eher Unverständnis und Frust zu erzeugen, als Einsicht und innere Zufriedenheit. Meine Tochter erlebt nun seit 4 Wochen einen permanenten Spießrutenlauf, da im Minutentakt an ihr herumgestichelt wird und sie zuhause sowohl von ihrer Mutter, als auch von deren Lebensgefährten behandelt wird, wie ein junkie. Ironischer Weise sind diese beiden lustigen Leute (inzwischen beide Bezieher von ALG2) selber regelmäßige Kiffer (gewesen) – der neue Lebensgefährte ist ein alter Schulkumpel von mir, der nach meiner Trennung direkt mit meiner Ex weggezogen ist, nachdem ich ihn (Langzeitarbeitsloser) drei Jahre unter meinem Dach hochgepäppelt habe – die ihren Konsum einzig und alleine deswegen eingestellt haben, weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten können.

Ich habe nun gleich mehrere Gedankengänge, die mich umtreiben … und es wäre wirklich mal interessant zu hören, wie andere die Sache sehen … idealerweise vielleicht Leute, die zumindest selber Kinder haben, … Anregungen wie beispielsweise "Hey, ist doch prima, brauchst Du in Zukunft den eigenen Konsum nicht mehr vor den Kindern zu verbergen!" oder Ähnliches wird der Thematik nicht gerecht, es sollte verständlich sein, dass ich bei diesem Thema kein Stück weit zu Scherzen aufgelegt bin …! … ich freue mich aber auf einen ernsthaften Gedankenaustausch …!

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