Die Umfallkrankheit tötet Samen, Sämlinge und Klone. Sie kann auch Blüten und Stängel befallen (Botrytis cinera). Es gibt zwei Arten der Umfallkrankheit: Die eine Variante tötet die Samen während der Keimung und bevor die Keimlinge durch die Erde stoßen. Bei der zweiten verrotten oder verwelken die Sämlinge nach Pflanzenaufgang, bald nachdem sie aus der Erde hervorgekommen sind. Sukkulente Stängel haben sich mit Wasser vollgesogen, zeigen dann nekro­tische Symptome, sacken zusammen und kaum über der Erdoberfläche fallen die kleinen krautigen Pflänzchen zu Boden. Anschließend verfaulen die Wurzeln.

Wenn das Pflanzmedium von der Umfallkrankheit infiziert ist, wer­den wurzelnde Setzlinge direkt an der Bodenoberfläche attackiert. Dringen die Pilze in das Stängelgewebe ein, schnürt es sich in Bodennähe zusammen, wird schwächer, verfärbt sich mit einer braunen, wässrigen Moderfäule; schließlich wird die Flüssigkeitszirkulation durchschnitten und der Sämling bzw. Setzling stirbt ab. Die Pilze hindern gerade erst gekeimte Samen daran, die Bodenoberfläche zu durchdringen bzw. befallen Sämlinge, wodurch in Bodenhöhe ihr Abfaulen ver­ursacht wird. Sie verursachen gelbliche Verfärbung von Blättern und Fäulnis in Bodennähe auch bei älteren Pflanzen. (mehr …)